Familie und Kinder

Wir brauchen gute Startbedingungen für alle Kinder und für alle jungen Menschen. Rheinland-Pfalz ist ein Land, in dem Prävention und Unterstützung mit Programmen wie Frühe Hilfen und guter Start ins Kinderleben von Anfang an großgeschrieben werden. Die Unterstützung der besonders armutsgefährdeten Alleinerziehenden wurde ausgebaut.

Kinderarmut dürfen wir nicht hinnehmen. Wesentliche Voraussetzungen müssen vom Bund geschaffen werden, besonders die Einführung einer armutsfesten Kindergrundsicherung. Dafür setze ich mich ein, um bundesweit eine echte Existenzsicherung für Kinder zu erreichen. Dadurch fördern wir alle Kinder mit unterschiedlichen sozialen Hintergründen. Zugleich erreichen wir eine starke armutspräventive Wirkung bei Familien, die in besonderer Weise von Armutsrisiken bedroht sind.

Gute Bildungs- und Betreuungsangebote sind zentral für echte Chancengleichheit und für eine funktionierende Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Deshalb brauchen wir wohnortnah und flächendeckend schulische Ganztagsangebote. Dadurch erreichen wir bessere Lernbedingungen für die Kinder und wir tragen dazu bei, dass die bereits erreichte Vereinbarkeit von Familie und Beruf nicht beim Übergang von der Kita in die Schule abbricht.

Die zeitlichen Ressourcen und Bedürfnisse von Familien sollen zum Maßstab werden, denen öffentliche Einrichtungen und Leistungen gerecht werden müssen. Familienfreundliche Arbeitszeitmodelle, die bereits in den Ministerien gelten, sollen auf die gesamte Landesverwaltung ausgeweitet werden. Sie lassen mehr Spielraum und haben Vorbildfunktion, wenn wir die Arbeitsbedingungen im Bündnis mit gesellschaftlichen Partnerinnen und Partnern allgemein familienfreundlicher gestalten wollen.

Die Grundlage meiner Familienpolitik ist ein zeitgemäßes Familienbild: Familie ist da, wo Menschen füreinander Verantwortung übernehmen. Unsere rheinland-pfälzische Bundesratsinitiative war die Grundlage, dass der Bundestag im Juni 2017 den Weg für die Öffnung der Ehe („Ehe für alle“) freigemacht hat. Das war ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg hin zu einem zeitgemäßen Familienrecht. Nun ist es an der Zeit, die weiterhin bestehenden Benachteiligungen beispielsweise beim Adoptionsrecht abzubauen.